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perfectize.me
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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Gültig für die Nutzung von perfectize.me • Stand: 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Web-Anwendung perfectize.me zwischen dem Anbieter und dem Nutzer.

(2) Anbieter ist Vahe Voss, Großseelheimer Str. 39, 35039 Marburg, Deutschland, E-Mail: support@perfectize.me (nachfolgend „Anbieter“).

(3) Das Angebot richtet sich an Verbraucher (§ 13 BGB) und an Unternehmer (§ 14 BGB). Maßgeblich ist die bei Vertragsschluss geltende Fassung dieser AGB.

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand und Beschaffenheit der Leistung

(1) Der Anbieter stellt eine webbasierte Anwendung bereit, mit der vom Nutzer hochgeladene Fotografien automatisiert bildtechnisch aufbereitet werden (u. a. Belichtung, Kontrast, Farbe, Weißabgleich, Schärfe, Fensterausgleich).

(2) Die Aufbereitung erfolgt mithilfe KI-gestützter Bildverarbeitungssysteme, die der Anbieter von spezialisierten Drittanbietern bezieht. Der Anbieter entwickelt und betreibt keine eigenen Bildmodelle.

(3) Optional zuschaltbare Funktionen können den Bildinhalt bewusst verändern, insbesondere der Austausch des Himmels, das Entfernen störender Objekte und das virtuelle Möblieren leerer Räume („virtuelles Staging“). Diese Funktionen sind einzeln wählbar und standardmäßig nicht sämtlich aktiv.

(4) Geschuldet ist die Durchführung der Bearbeitung, nicht ein bestimmtes gestalterisches Ergebnis. Da die eingesetzten Systeme probabilistisch arbeiten, können Ergebnisse bei identischer Eingabe voneinander abweichen. Ein bestimmter Verkaufserfolg, eine bestimmte Reichweite oder eine bestimmte Anzahl von Anfragen wird nicht geschuldet und nicht zugesichert.

(5) Der Anbieter kann die Leistung fortentwickeln und einzelne Funktionen ändern oder einstellen, soweit dies für den Nutzer zumutbar ist und der vertraglich geschuldete Kern der Leistung erhalten bleibt.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Nutzung setzt ein Nutzerkonto voraus. Der Nutzer hat die bei der Registrierung abgefragten Angaben vollständig und zutreffend zu machen und aktuell zu halten.

(2) Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Besteht der Verdacht einer unbefugten Nutzung, ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(3) Der Anbieter kann verlangen, dass die angegebene E-Mail-Adresse bestätigt wird, bevor der volle Funktionsumfang zur Verfügung steht.

(4) Der Nutzer kann sein Konto jederzeit selbst und ohne Angabe von Gründen löschen. Die Löschung ist in der Anwendung im Konto-Menü angelegt und umfasst Profil, Verlauf und gespeicherte Bilddateien. Nicht verbrauchtes Guthaben verfällt mit der Löschung ersatzlos; auf Rechnungsbelege, die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten nach § 147 AO und § 257 HGB unterliegen, erstreckt sich die Löschung nicht.

§ 4 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Guthaben-Pakete in der Anwendung ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Mit Betätigen der Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot auf Erwerb des gewählten Pakets ab (§ 312j Abs. 3 BGB). Vor dem Absenden werden die wesentlichen Merkmale der Leistung sowie der Gesamtpreis unmittelbar oberhalb der Schaltfläche angezeigt (§ 312j Abs. 2 BGB i. V. m. Art. 246a EGBGB); Eingaben können bis dahin jederzeit korrigiert oder der Vorgang abgebrochen werden (§ 312i Abs. 1 Nr. 1 BGB).

(3) Der Vertrag kommt mit der Gutschrift des Guthabens auf dem Nutzerkonto zustande. Der Nutzer erhält unverzüglich eine Bestätigung der Bestellung in Textform per E-Mail.

(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Diese AGB sind in der Anwendung jederzeit abrufbar und können gespeichert und ausgedruckt werden. Die Vertragssprache ist Deutsch.

§ 5 Guthaben (Credits), Preise und Zahlung

(1) Die Nutzung erfolgt über ein Guthabensystem. Ein Credit berechtigt zu einer Bildoptimierung. Funktionen mit erhöhtem Aufwand können mehr Credits kosten; die Anzahl wird vor dem Start der Bearbeitung angezeigt.

(2) Alle Preise sind Endpreise. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer erhoben und daher nicht ausgewiesen.

(3) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister PayPal, wahlweise mit PayPal-Konto oder mit Kredit- bzw. Debitkarte. Es gelten ergänzend die Bedingungen des Zahlungsdienstleisters.

(4) Das Guthaben ist sofort nach erfolgreicher Zahlung verfügbar. Es besteht kein Abonnement und keine Mindestlaufzeit; es entstehen keine wiederkehrenden Kosten.

(5) Erworbenes Guthaben verfällt nicht zeitablaufbedingt. Eine Auszahlung oder Rückvergütung von Guthaben in Geld ist ausgeschlossen; gesetzliche Ansprüche des Nutzers, insbesondere im Widerrufs- und Gewährleistungsfall, bleiben unberührt.

(6) Kostenlos gewährtes Startguthaben ist eine freiwillige Leistung, nicht übertragbar und nicht auszahlbar.

§ 6 Widerrufsrecht

(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die über den Menüpunkt „Widerruf“ abrufbar ist und Bestandteil dieser AGB ist.

(2) Das Widerrufsrecht erlischt bei Verträgen über die Lieferung nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlicher digitaler Inhalte vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Ausführung begonnen hat, der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und er seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung das Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB). Diese Erklärung wird im Bestellvorgang gesondert eingeholt und dokumentiert.

§ 7 Rechte an den hochgeladenen Bildern und Pflichten des Nutzers

(1) Der Nutzer versichert, dass er an allen hochgeladenen Bildern über die erforderlichen Rechte verfügt und dass der Verarbeitung keine Rechte Dritter entgegenstehen, insbesondere keine Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Hausrechte.

(2) Der Nutzer räumt dem Anbieter das einfache, räumlich unbeschränkte und auf die Vertragsdurchführung beschränkte Recht ein, die hochgeladenen Bilder zu speichern, technisch zu bearbeiten und zu diesem Zweck an die eingesetzten Auftragsverarbeiter zu übermitteln. Eine darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere zu Werbezwecken oder zur Bereitstellung für das Training öffentlich verfügbarer Bildmodelle, findet nicht statt.

(3) Untersagt ist das Hochladen von Inhalten, die rechtswidrig sind oder Rechte Dritter verletzen, insbesondere von Abbildungen identifizierbarer Personen ohne deren Einwilligung sowie von Inhalten, die gegen strafrechtliche Vorschriften verstoßen.

(4) Der Nutzer stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung der Absätze 1 und 3 beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, Inhalte zu entfernen und das Konto zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen diese Bestimmungen vorliegen. Die Interessen des Nutzers werden dabei angemessen berücksichtigt.

§ 8 Rechte an den Ergebnisbildern

(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer an den erzeugten Ergebnisbildern das zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkte, übertragbare Recht zur Nutzung einschließlich der kommerziellen Nutzung ein. Rechte des Nutzers am Ausgangsbild bleiben unberührt.

(2) Die Rechteeinräumung steht unter der aufschiebenden Bedingung der vollständigen Zahlung der jeweiligen Vergütung.

(3) Der Anbieter weist darauf hin, dass an maschinell erzeugten Bildinhalten nach derzeitiger Rechtslage kein eigenes Urheberrecht entstehen muss. Eine Zusicherung über die urheberrechtliche Schutzfähigkeit der Ergebnisbilder wird nicht abgegeben.

§ 9 Transparenz zu KI-gestützter Bearbeitung und Kennzeichnung

(1) Die Ergebnisbilder werden ganz oder teilweise mit KI-Systemen erzeugt bzw. verändert. Der Anbieter weist hierauf ausdrücklich hin.

(2) Der Anbieter kann Ergebnisbilder mit einer maschinenlesbaren Kennzeichnung versehen (insbesondere Metadaten oder Wasserzeichen), die auf die KI-gestützte Erzeugung bzw. Bearbeitung hinweist. Dem Nutzer ist es untersagt, eine solche Kennzeichnung zu entfernen, zu unterdrücken oder zu verändern.

(3) Veröffentlicht der Nutzer Ergebnisbilder oder macht er sie Dritten zugänglich, verwendet er sie in eigener Verantwortung als „Betreiber“ im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung). Wurden Funktionen genutzt, die den Bildinhalt verändern (insbesondere virtuelles Staging, Austausch des Himmels, Entfernen von Objekten, Neugestaltung des Hintergrunds), treffen den Nutzer eigene gesetzliche Kennzeichnungs- und Offenlegungspflichten, insbesondere nach Art. 50 Abs. 4 der KI-Verordnung bei realitätsnah veränderten Bildern sowie nach lauterkeitsrechtlichen Vorschriften. Die Einhaltung dieser Pflichten obliegt allein dem Nutzer; der Anbieter schuldet keine Prüfung der Veröffentlichungen des Nutzers.

(4) Der Anbieter empfiehlt, inhaltsverändernd bearbeitete Bilder bei jeder Veröffentlichung deutlich wahrnehmbar zu kennzeichnen, etwa mit dem Hinweis „digital bearbeitet“, „virtuell möbliert“ oder „KI-verändert“; ein Hinweis allein in Bild-Metadaten genügt hierfür nach den Leitlinien der Europäischen Kommission regelmäßig nicht. Bei Immobilien- und Fahrzeuginseraten kann eine unterbliebene Kennzeichnung wettbewerbs- oder kaufrechtliche Folgen haben.

(5) Verletzt der Nutzer schuldhaft seine Pflichten aus den Absätzen 2 und 3, stellt er den Anbieter von daraus resultierenden Ansprüchen Dritter frei, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. § 7 Abs. 4 bleibt unberührt.

§ 10 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Anwendung. Eine bestimmte Verfügbarkeitsquote wird nicht geschuldet.

(2) Vorübergehende Einschränkungen durch Wartung, technische Störungen, höhere Gewalt oder Störungen bei eingesetzten Dritten begründen keinen Anspruch auf Minderung. Bereits abgebuchtes Guthaben für eine nicht erbrachte Bearbeitung wird gutgeschrieben.

§ 11 Mängelhaftung

(1) Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Vorschriften über Verträge über digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB).

(2) Schlägt eine Bearbeitung technisch fehl, wird das hierfür abgebuchte Guthaben automatisiert oder auf Anzeige hin gutgeschrieben. Ein gestalterisch nicht den Erwartungen entsprechendes, technisch aber einwandfrei erzeugtes Ergebnis stellt keinen Mangel dar (§ 2 Abs. 4).

(3) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab Bereitstellung; hiervon ausgenommen sind Ansprüche wegen Vorsatzes und grober Fahrlässigkeit sowie Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

(4) Der Nutzer bleibt für die Sicherung seiner Ausgangsdateien selbst verantwortlich. Die Anwendung ersetzt keine eigene Datensicherung.

§ 13 Vertragsdauer und Beendigung

(1) Der Vertrag über den Erwerb von Guthaben ist ein einmaliger Austauschvertrag. Ein Dauerschuldverhältnis mit wiederkehrenden Zahlungen wird nicht begründet; eine Kündigung ist daher für den Erwerb von Guthaben nicht erforderlich.

(2) Das unentgeltliche Nutzungsverhältnis über das Nutzerkonto kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist beendet werden. Der Nutzer beendet es durch Löschung seines Kontos (§ 3 Abs. 4).

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 14 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung oder geänderte technische Rahmenbedingungen erforderlich ist und der Nutzer dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Änderungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden oder nutzt er die Anwendung danach weiter, gilt dies nur dann als Zustimmung, wenn er auf diese Folge in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen wurde. Widerspricht der Nutzer, kann jede Partei das unentgeltliche Nutzungsverhältnis beenden; bereits erworbenes Guthaben bleibt zu den bisherigen Bedingungen nutzbar.

§ 15 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Vorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird.

(2) Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Gesetzliche ausschließliche Gerichtsstände bleiben unberührt.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand dieser AGB: 16. August 2026.